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ⓘ Olympische Sommerspiele 1984/FuSball



                                     

ⓘ Olympische Sommerspiele 1984/FuSball

Bei den XXIII. Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles wurde ein Wettbewerb im Fußball ausgetragen. Erstmals durften Profi-Spieler an diesen Spielen teilnehmen. Voraussetzung war aber, dass keiner dieser Spieler bei einer vorherigen Fußball-Weltmeisterschaft teilgenommen hatte. Eine Ausnahmeregelung galt für Afrika und Asien.

Erstmals in der Geschichte des olympischen Fußballturniers fanden keine Spiele im eigentlichen Olympiastadion in Los Angeles statt, sondern im Harvard Stadium in Boston, im Navy-Marine Corps Memorial Stadium in Annapolis, im Stanford Stadium in Stanford und im Rose Bowl Stadium in Pasadena.

Mit dem Titelgewinn Frankreichs wurde erstmals seit 1948 wieder eine westeuropäische Mannschaft Olympiasieger und mit Brasilien konnte seit 1928 wieder eine südamerikanische Mannschaft das Finale erreichen. Es war zudem das erste und bisher einzige Mal, dass ein Land in einem Jahr Europameister und Olympiasieger wurde.

Die über 1.4 Millionen Zuschauer bei den 32 Spielen bedeuteten bis zum Turnier 2012 in London Rekord bei einem olympischen Fußballturnier. Das Turnier gilt auch als internationale Geburtsstunde der La Ola, zwei Jahre vor der Fußballweltmeisterschaft 1986 in Mexiko.

                                     

1. Qualifikation

In Europa gab es vier Qualifikationsgruppen. Die Sieger der Qualifikationsgruppen 1–3 qualifizierten sich direkt für die Olympischen Spiele. Die sechs Mannschaften wurden zunächst in zwei Untergruppen eingeteilt, die beiden Gruppensieger ermittelten in Hin- und Rückspielen die Teilnehmer. Es qualifizierten sich die Sowjetunion, die DDR, Jugoslawien und Frankreich. Hinzu kam der Titelverteidiger Tschechoslowakei.

Aufgrund des Olympiaboykottes der Ostblockstaaten verzichteten die DDR, die ČSSR und die UdSSR auf eine Teilnahme. An ihrer Stelle wurden die nichtqualifizierten Mannschaften der BRD, Norwegens und Italiens eingeladen.

In Südamerika wurden zunächst zwei Gruppen mit je 3 Mannschaften ausgespielt, die beiden Gruppenbesten zogen in die letzte Gruppe ein, wo sich wiederum die beiden besten Mannschaften qualifizierten. Teilnehmer waren: Brasilien und Chile. Argentinien zog seine Mannschaft noch vor Beginn der Qualifikation zurück.

In Nordamerika wurden zunächst in drei Runden die drei besten Mannschaften ermittelt, die in einer Gruppe Hin und Rückspielen die beiden Teilnehmer ermittelten. Es qualifizierten sich Kanada und Costa Rica.

Die gesamte afrikanische Qualifikation wurde im Pokalmodus ausgetragen. Hierbei konnten sich Ägypten, Marokko und Kamerun durchsetzen.

In Asien gab es zunächst fünf Qualifikationsgruppen, die beiden Gruppenbesten qualifizierten sich für das Endturnier in Singapur. Dort wurde in zwei Gruppen à 5 Mannschaften gespielt, die beiden Gruppensieger qualifizierten sich direkt für die Olympischen Spiele, die beiden Gruppenzweiten trugen ein Play-Off Spiel aus. Es qualifizierten sich Katar und Saudi-Arabien als Gruppensieger. Der Irak besiegte Südkorea mit 1:0 und qualifizierte sich ebenfalls für das Endturnier in den USA.

                                     

2. Olympisches Turnier

Viertelfinale

Das Viertelfinalspiel verlor Deutschland deutlich gegen Jugoslawien mit 2:5. Cvetković dreimal, Radanović und Gračan trafen für Jugoslawien und Bommer und Rahn für Deutschland.

                                     

2.1. Olympisches Turnier Gruppe 3

Die Olympiaauswahl des DFB konnte sich aufgrund des Olympiaboykottes der Ostblockstaaten qualifizieren. Der von Erich Ribbeck trainierten Mannschaft gehörten Spieler wie Andreas Brehme, Uwe Rahn, Bernd Franke Tor, Guido Buchwald, Rudi Bommer, Frank Mill, Dieter Bast, Dieter Schatzschneider, Bernd Wehmeyer und Peter Lux an. Beim ersten Spiel gegen Marokko konnte ein Sieg durch Tore von Rahn und Brehme erzielt werden. Das Spiel gegen Brasilien verlor man mit 1:0 durch ein Tor von Augilmar Oliveira. Beim 6:0-Kantersieg gegen Saudi-Arabien trafen Schreier zweimal, Bommer zweimal, Rahn und Mill.

                                     

2.2. Olympisches Turnier Viertelfinale

Das Viertelfinalspiel verlor Deutschland deutlich gegen Jugoslawien mit 2:5. Cvetković dreimal, Radanović und Gračan trafen für Jugoslawien und Bommer und Rahn für Deutschland.

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